Französische Europäer

Die am einfachsten zu lernenden Sprachen

Wusstest Du, dass auf der Welt etwa siebentausend Sprachen gesprochen werden? So hast Du eine große Auswahl, wenn Du eine neue Sprache lernen willst! Aber denkst Du, dass einige Sprachen leichter zu lernen sind als andere? Ist es möglich, Sprachen nach ihren Ähnlichkeiten in verschiedene Familien einzuteilen?

Was könnte motivierender sein als die Entscheidung, eine neue lebende Sprache zu lernen? Mit anderen zu kommunizieren und dabei eine neue Kultur entdecken, sind Freuden, die den Aufwand und die Herausforderungen des Lernprozesses mehr als ausgleichen. Unter den fast siebentausend Sprachen, die es auf der Welt gibt, haben wir eine große Auswahl! Aber gibt es objektiv gesehen Sprachen, die leichter zu erlernen sind als andere, oder hängt es von der Kultur und der Muttersprache des Lernenden ab? Ist es möglich, lebende Sprachen nach ihrer Ähnlichkeit in Familien oder Kategorien einzuteilen? Was veranlasst uns zu glauben, dass eine Sprache schwieriger sei als eine andere?

Die europäischen Sprachfamilien

Zunächst einmal können wir romanische Sprachen wie Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch, Okzitanisch oder Katalanisch unterscheiden. Daneben finden wir die germanischen Sprachen wie Deutsch, Englisch, Niederländisch, Schwedisch, Dänisch, Isländisch, Norwegisch usw. Die slawischen Sprachen (Russisch, Polnisch, Ukrainisch, Slowenisch, Serbisch, Weißrussisch, Bulgarisch, Tschechisch usw.) bilden eine weitere wichtige Sprachfamilie. Neben diesen großen Sprachfamilien gibt es die keltischen Sprachen (Walisisch, Bretonisch, Irisch usw.), die baltischen Sprachen (Lettisch, Litauisch), die finnisch-ugrischen Sprachen (Finnisch, Estnisch usw.) sowie Griechisch und Albanisch.

Es ist wichtig, dass jeder eine oder mehrere Fremdsprachen sprechen kann. Bekannte Programme wie Erasmus+ erleichtern so die Mobilität und den Austausch zwischen den Ländern. Aber hängt die Hauptschwierigkeit einer Sprache von ihrem Alphabet, ihrer Aussprache, ihrer Grammatik oder ihrem Wortschatz ab? Im Dänischen gibt es fünf Möglichkeiten, den Laut [o] auszusprechen, was das Lernen für Uneingeweihte schwierig macht. Ebenso verwenden die Schweden ihre eigenen Buchstaben (ö, ä, å). In einigen Sprachen können die Reihenfolge der Wörter im Satz, die Deklinationen und das Vorhandensein von drei grammatikalischen Geschlechtern die Dinge komplizieren. Deshalb sind die flexiven Sprachen für viele Lernende besonders schwierig. Um sich davon zu überzeugen, frage einmal einen Franzosen, der Deutsch lernt!

Das Problem der linguistischen Distanz

Für Schweden ist die Unterscheidung zwischen [b] und [v], [p] und [b] oder zwischen [f] und [v] oder die Verkettung von Vokalen nicht einfach. Lateinische Sprachen sind für die Mitglieder dieser Sprachengruppe leichter zu erlernen. Experten bezeichnen dies als „lexikalische Distanz“. Für einen Frankophonen ist es einfacher, Italienisch, Portugiesisch oder Spanisch zu lernen als Mandarin, Kantonesisch, Japanisch oder Arabisch. Auch wenn diese Zahl sehr relativ ist, so haben Linguisten berechnet, dass es mindestens achtundachtzig Wochen dauert, bis eine englischsprachige Person auf Japanisch zurechtkommt! Die Existenz eines anderen Alphabets ist natürlich ein weiterer Faktor der Komplexität. Griechisch, Koreanisch, Armenisch, Hindi, Thai können diesbezüglich verwirrend sein, aber man muss Ausdauer haben. Sprachen mit Ideogrammen sind noch eine andere Geschichte. Schließlich ist die Reihenfolge der Wörter im Satz wichtig. Subjekt/Verb/Objekt ist die am häufigsten verwendete Konfiguration, insbesondere im Französischen. Aber in anderen Sprachen wie im Japanischen ist Subjekt/Objekt/Verb die Norm. Das Prädikat oder „jutsugo“ steht daher am Ende des Satzes.

Gibt es einfache Sprachen?

Im Englischen profitieren Lernenden von der fehlenden Unterscheidung zwischen männlich und weiblich. Außerdem gibt es keine Deklinationen und die Reihenfolge der Wörter im Satz unterscheidet sich kaum von den meisten anderen Sprachen. Schließlich entfällt auch die Unterscheidung zwischen der Anrede „Sie“ und „Du“. Gemeinhin heißt es, Englisch sei eine leicht zu erlernende Sprache, aber ist dem wirklich so? Shakespeares Dramen zu lesen ist nicht dasselbe wie ein lockeres Gespräch über das Wetter. Es stimmt allerdings, dass wir in ein englischsprachiges Universum eingetaucht sind, und mehr als 30 % der Weltbevölkerung spricht diese Sprache. Wir sind englischen Begriffen im Übermaß ausgesetzt: Zahllose Anglizismen finden sich im Geschäftsleben, in der IT, in den Medien usw.

Aussprache und Grammatik

Aber es sollte auch beachtet werden, dass Englisch 46 verschiedene Phoneme hat, während das Französische nur 35 hat. Außerdem wird der tonische -Akzent nicht wie im Französischen auf die letzte Silbe gesetzt. Darüber hinaus hat Molières Sprache im Vergleich zu anderen Idiomen viele grammatikalische Ausnahmen. Du hast gelernt, dass Wörter, die mit den Nachsilben -ence oder -ance enden, weiblich sind („science“, „chance“ usw.), aber sagen wir nicht „le silence“ ? Es gibt viele ähnliche Beispiele. Auch die Aussprache hat es in sich, besonders für Anfänger! Das Problem ist, dass im Französischen nicht alle Buchstaben ausgesprochen werden. Nehmen wir zum Beispiel das Wort oiseau: Es ist ein Wort, in dem keiner der einzelnen Buchstaben ausgesprochen wird. Seltsam, nicht wahr?

Die Bedeutung eines Immersionskurses in Frankreich

Ein Immersionskurs auf Französisch kann den Auslöser bilden, um die Motivation zu wecken oder bestehende Kenntnisse zu festigen. Eine Sprache erscheint einfacher, wenn wir ihren Nutzen jeden Tag wahrnehmen, oder wenn sie uns den Austausch mit anderen ermöglicht. Was leicht zu merken ist, ist das, was uns interessiert, was uns betrifft oder was für uns nützlich ist. Im Immersionsverfahren stehen die Lernenden in Kontakt mit Muttersprachlern und nutzen die Zielsprache als Werkzeug. Es geht nicht darum, grammatisches Wissen umzusetzen, sondern darum, Deine Kenntnisse zu nutzen, um konkrete Aufgaben zu erfüllen (Kauf einer Zugfahrkarte, nach dem Weg fragen, ein Buch aus der Bibliothek ausleihen usw.). Ein Aufenthalt im Land der Zielsprache ist ideal, weil er es den Schülern ermöglicht, während des Unterrichts in der gleichen Sprache wie außerhalb der Schule zu kommunizieren. Das kannst auch Du tun, wenn Du für Deinen nächsten Sprachaufenthalt in Frankreich das Centre International d'Antibes wählst! Nach dem Unterricht lernst Du Radioprogramme, Filme, Zeitschriften und Chansons auf Französisch kennen. Nach und nach wird dieses sprachliche „Eintauchen“ zusammen mit Deiner persönlichen Arbeit Deine Fortschritte beschleunigen.

Über das Centre International d'Antibes

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